Veröffentlichungen

Hier finden Sie ausgewählte wissenschaftliche Veröffentlichungen von Mitarbeitern des Instituts. Durch Klicken auf das jeweilige Manuskript können Sie eine Kopie herunterladen.

Therapeutische Empfindungen

Körperliche Empfindungen, wie Kribbeln, Wärme, Schwere und dumpfer Schmerz, sind ein häufiges Phänomen bei der Akupunktur, Hypnotherapie, Meditation und anderen Mind-Body-Therapien.

In diesem Artikel zeigt der Autor, dass therapeutische Empfindungen bei verschiedenen Therapieformen große Ähnlichkeit aufweisen hinsichtlich ihrer Qualität, den Ausbreitungsmustern und den Assoziationen, die Patienten mit ihnen verbinden. Die Tatsache, dass viele Menschen therapeutische Empfindungen als Zeichen eines Energieflusses sehen, bietet eine schlüssige Erklärung, warum so viele traditionelle Medizinsysteme, körperorientierte Psychotherapien und die sogenannte Energiemedizin auf der Forstellung einer Vitalenergie (Qi, Prana, Pneuma, Orgon) basieren. (Link zu finalem Artikel hier.)

Beissner 2020 - Therapeutic sensations.p

Körperorientierte Psychotherapie mit Akupunktur zur Behandlung von Endometriose: Klinische Ergebnisse

Endometriose ist eine gynäkologische Erkrankung, die sechs bis zehn Prozent aller Frauen im gebährfähigen Alter betrifft. Bei Patientinnen mit dieser Erkrankung, die unter starken Schmerzen leiden, scheinen psychische Traumata eine zentrale Rolle zu spielen.

Hier zeigen die Autoren in einer gegen Wartegruppe kontrollierten Studie, dass Patientinnen, denen konventionelle Therapien kaum geholfen hatten, deutliche und langfristige Verringerungen ihrer Schmerzen, Ängstlichkeit und Depressivität, sowie Verbesserungen ihrer Lebensqualität erfuhren, wenn sie mit einer Kombination aus körperorientierter Psychotherapie und Akupunktur (SART) behandelt wurden. (Link zu finalem Artikel hier.)

Meissner et al. 2016 - Psychotherapy wit
 

Was ist dran am Klopfen? Eine Übersichtsarbeit.

Klopftechniken verbinden die Konfrontation von mit Angst besetzten Themen, traumatischen Erinnerungen oder unangenehmen Körperempfindungen mit dem Klopfen auf Hautpunkte, die aus der klassischen Akupunktur entnommen sind. Somit gehören sie zu der Gruppe der bifokalen Stimulationstechniken, welche Elemente klassischer Körpertherapie mit psychotherapeutischen Elementen kombinieren. Klopftechniken werden besonders bei der Behandlung psychischer Krankheitsbilder eingesetzt, die mit einem hohen körperlichen Arousal einhergehen, wie etwa bei der Posttraumatischen Belastungsstörung, sowie bei Angststörungen. Auch psychosomatische Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung wie Schmerzen und Schlafstörungen sprechen gut auf Klopftechniken an. In diesem Artikel führte die Autorin eine systematische Recherche zu der Wirksamkeit der Klopftechniken bei diesen Krankheitsbildern durch. (Link zu finalem Artikel hier.)

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Über die Beziehung von therapeutischen Empfindungen und Lebensenergie-Konzepten – von Huang Di zu Wilhelm Reich​​

Die Vorstellung von einer Lebensenergie bildet die Grundlage vieler traditioneller Medizinsysteme. Gleichzeitig stellt sie einen der Hauptgründe für deren Ablehnung durch die modernen Naturwissenschaften dar. In diesem Artikel zeigt der Autor anhand historischer Textstellen und moderner experimenteller Befunde, dass Lebensenergie-Konzepte eng mit sogenannten therapeutischen Empfindungen zusammenhängen, wie sie in der Chinesischen Medizin, aber auch bei anderen Mind-Body-Therapien regelmäßig auftreten. Eine differenzierte Sprache, die Empfindungen („Fließen“, „Strömen“) deutlich von deren Interpretationen („Energie“) trennt, kann hier einen wichtigen Beitrag zur interdisziplinären Verständigung leisten. Einen Link zum Artikel finden Sie hier

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Warme Fußbäder mit Senf oder Ingwer steigern die selbstbewertete Vitalität bei gesunden Erwachsenen mehr als Fußbäder mit warmem Wasser

Die Autoren untersuchten in dieser Studie die Wirkung heißer Fußbäder mit und ohne die in der Naturheilkunde verwendeten, thermogenen Zusätze Zingiber officinale (Ingwer) und Sinapis nigra (Senf) auf Vitalität und Herzratenvariabilität gesunder Probanden. Es zeigte sich, dass die erlebte Vitalität nach dem Zusatz von Ingwer zum Badewasser höher war als bei einfachen Warmwasserbädern. Beim Zusatz von Senfmehl zeigte sich eine Tendenz. Die Herzratenvariabilität wurde in allen drei Bedingungen positiv beeinflusst mit kleinen bis mittleren Effektstärken. Einen Link zum Artikel finden Sie hier.

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Floating für chronische Schmerzen: Eine randomisierte klinische Studie

Floating ist eine therapeutisches Verfahren, bei dem Menschen abgeschottet von Außenreizen in einem Floating-Tank in konzentriertem Salzwasser an der Wasseroberfläche treiben. Bisherige Studien haben gezeigt, dass dies Schlafstörungen, Ängste und Schmerzen lindern und die Entspannung fördern kann. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit des Floatings für chronische Schmerzen untersucht. Dabei wurde weltweit zum ersten Mal die Wirksamkeit des Floatings mit einer Placebo-Kontrolle verglichen. Einen Link zum Artikel finden Sie hier

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Lateralisierung und körperliche Muster von segmentalen Zeichen und spontanen Schmerzen bei akuter viszeraler Erkrankung: Beobachtungsstudie

Die Differentialdiagnose von akuten viszeralen Erkrankungen ist häufig schwierig. Ältere Literatur legt nahe, dass Patienten mit akuten Organproblemen segmentale Zeichen wie Hyperalgesie, erhöhten Hautwiderstand oder Muskelabwehr in Geweben mit überlappender segmentaler Innervation zeigen. Diesen Quellen zufolge können die Lateralisierung und die segmentale Verteilung solcher Zeichen zur Differentialdiagnose herangezogen werden. Ziel dieser Studie war es, die Lateralisation und die segmentale Verteilung  von Spontanschmerz und übertragenen segmentalen Zeichen bei akuten viszeralen Erkrankungen mittels digitaler Schmerzzeichnungen zu untersuchen.

Von den 208 in der Notaufnahme rekrutierten Patienten dieser Studie wurde bei 110 (52,9%) später ein Problem mit einem einzelnen Organ diagnostiziert. Von diesen berichteten 85 (77,3%) über spontane viszerale Schmerzen. 81 (73,6%) hatten mindestens ein segmentales Zeichen. Die häufigsten Zeichen waren Hyperalgesie (46/81, 57%) und Muskelwiderstand (39/81, 48%). Einen Link zum Artikel finden Sie hier. 

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